Spaß-o-Meter

Wie genau findet man heraus wieviel Spaß man am Wochenende hatte fragst du? Ganz einfach: mit dem Spaß-o-Meter. 

Falls du denkst, dass du kein Spaß-o-Meter hast, so irrst du. Ein Spaß-oMeter ist ein Badegefäß, wie zum Beispiel eine Badewanne. Man Fülle Wasser in das Badegefäß, setze sein vom Wochenendspaß ausgelaugtes Kind hinein, wasche es, warte noch ein paar Minuten. Während der Wartezeit sollte man das Kind zur Bewegung animieren. Nach der beschriebenen Badeprozedur wird das Kind aus der Wanne entfernt. Zurück bleibt euer ganz eigenes Spaß-o-Meter. 

Wie liest man solch ein Spaß-o-Meter willst du wissen? Man vergleiche die unterschiedliche Färbung des Badewassers vor und nach dem Badevorgang. Je größer der Unterschied, desto mehr Spaß hattet ihr.

Dieses Wochenende hatten Little One (1,5 Jahre), Papa und ich fast schon zu viel Spaß. Ein Bild erspare ich euch hier. Baut einfach euer eigenes Spaß-o-Meter 😛

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Kinderkrankheiten in den Winterfeien. Oh nein!

Am Montag ist Little One (14,5 Monate) mit verquollenen, eitrigen Augen aufgewacht. Ich habe eine Bindehautentzündung gewittert und bin sofort zum Arzt gegangen. Nach einer Stunde warten, hat uns die Ärztin mitgeteilt, dass Little One keine Bindehautentzündung hat und in die Kita gehen kann. Es handle sich lediglich um verstopfte Tränenkanäle und eine stinknormale Erkältung.

Also bin ich zur Kita gerannt, habe die Situation erklärt und Little One dort in guten Händen gelassen.

Nur vier Stunden später kam dann auch der Anruf, dass Little One wegen einer Bindehautentzündung aus der Kita geholt werden muss!!! Toll! Dienstag Nachmittag hatte der Arzt wieder offen und wir haben uns eine Gesundmeldung für die Kita für Mittwoch geholt. Nachdem ich Montag echt Probleme hatte meine 7,5 Arbeitsstunden in den Tag zu quetschen, musste ich Dienstag den ganzen Tag zu Hause bleiben.
Am Abend war dann auch klar, dass ich mich bei Littel One, der es jetzt übrigens wieder gut ging um die Augen rum, angesteckt habe.

Mittwoch ging es für Little One also wieder in die Kita und es gab keine Probleme. Donnerstag kam dann der nächste Anruf. Sie hatte Fieber! Zusammenfassend war ich krank, Little One krank und Papa musste länger auf Arbeit bleiben. Nicht so gut.

Noch dazu sind Winterferien! Eigentlich eine tolle Sache, es sei denn man hat ein halbwegs krankes Kind zu Hause und braucht eine Gesundschreibung. Unser Arzt hat leider keine Urlaubsvertretung und zwei andere Ärzte haben uns Freitag Vormittag bereits weg geschickt.

Der Kassenärztliche Notdienst kann nur Kindern ab 5 Jahren helfen, die Notaufnahme um die Ecke hat keine Kinderärzte und in der nächsten Notaufnahme haben sie uns gesagt, dass sie zwar bescheinigen können, dass das Kind kein Fieber hat, aber keine Gesundschreibung ausstellen können. Zwei Ärzte haben uns am Telefon gesagt, dass wir gar nicht erst vorbei kommen brauchen weil ja Winterferien sind und sie total überlaufen sind. Toll! Und nun?

Nun werde ich am Montag mit Little One von einer Praxis zur nächsten gehen und auf das beste hoffen.

Ich schleppe die Bindehautentzündung übrigens immer noch mit mir rum. Am Wochenende hat Papa viel geleistet und ich konnte mich viel ausruhen und schlafen. Dennoch wird es noch ein paar Tage dauern.

Auch ohne Buggy mit Buggy unterwegs

Gestern waren Little One (fast 14 Monate), Papa und ich im Einkaufszentrum. Wir sind mit dem Rad gefahren und hatten keinen Buggy dabei. Da hatte ich die spontane Idee an der Information nachzufragen, ob man vielleicht einen Buggy leihen könnte. Gesagt, getan! Mit 10€ Kaution und einem Ausweis ist man dabei und kann sich ganz kostenlos einen Buggy leihen. Klasse! Ob es diesen Service wohl auch in anderen öffentlichen Plätzen gibt?

Training fürs Immunsystem

Letzte Woche wurde Little One (13 Monate) mit Durchfall aus der Kita nach Hause geschickt. Papa und ich blieben abwechselnd von der Arbeit weg und haben das Kind gesund gepflegt. Putzmunter ging es Montag wieder in die Kita nur um Dienstag einen erneuten Anruf von der Kita zu bekommen: „Bitte holen Sie ihr Kind ab. Sie hat 39,2°C Fieber und ist ganz platt.“

Also bin ich schnell zur Kita geeilt und habe das kranke, wimmernde Mäuschen abgeholt. Mein Energiebündel von Tochter war nicht mehr da. Stattdessen hielt ich eine schluchzende, kuschelige Wärmflasche in meinen Armen.

Zum Glück hat unser Kinderarzt dienstags Sprechstunde für akute Fälle, sodass ich es mir gleich im kindgerechten Wartezimmer gemütlich machte. Ich traf eine Mama mit Baby (11 Monate), die ich vom Spielplatz aus den warmen Sommermonaten kannte. Wir scherzten, dass man sich im Sommer auf dem Wasserspielplatz und im Winter beim Arzt treffen würde.

Doch wie oft werden Kita-Kinder im ersten Jahr eigentlich krank? Das Internet spricht bei Kita-Neulingen von 12 bis 14 Infekten pro Jahr als normal. Mit jedem Schnupfen, Durchfall und Husten bildet das Kleinkind Antikörper und stärkt so sein Immunsystem. Mit jeder Krankheit wächst das immunologische Gedächtnis, welches sich merkt wie genau bestimmte Erreger abgewehrt werden können. So bildet sich eine gesunde Grundlage für die Gesundheit im Erwachsenenalter.

So nehme ich es sportlich und werde den Rest der Woche dem Immunsystem meiner Tochter mit viel Liebe, Spaziergängen, Hühnersuppe und Tee auf die Sprünge helfen.

Mit Wissenschaft die Welt erobern

„Bevor ein Kind seine ersten Wörter und Sätze sprechen kann, muss es bereits viel über seine Muttersprache gelernt haben: Welche Laute gehören zur eigenen Muttersprache und wie können diese Laute kombiniert werden? Welche Sprachmelodie hat die Muttersprache? Indem das Kind viel Sprache hört, lernt sein Gehirn nach und nach die Muster der Muttersprache kennen. Kinder mit einem Cochlear Implantat (CI) sind in Hinsicht auf die Sprachentwicklung daher vor eine besondere Herausforderung gestellt, denn ihre Hörerfahrung unterscheidet sich stark von anderen Kindern. Ziel eines Forschungsprojektes an der Uniklinik Dresden ist es, den Spracherwerb mit CI zu objektivieren. Da die unbewussten Sprachlernprozesse bei Babys und Kleinkindern „von außen“ nicht beobachtbar sind, werden neurophysiologischer Messverfahren (EEG) angewandt, mit denen sich die Vorgänge des Gehirns während der wichtigen Schritte des Lautspracherwerbs erfassen lassen.“ [Mehr Infos]

Little One kann gut hören. Doch für eine gute wissenschaftliche Studie braucht man eine Vergleichsgruppe von hörenden Kindern. Da hat Little One heute mitgemacht. Dafür haben wir meine Schwester im wunderschönen Dresden besucht.

Für den Test hat sie eine Kappe mit vielen Kabeln für ein EEG aufgesetzt bekommen. Die Kabel münden in Elektroden, die am Kopf anliegen. Damit die Messung der Gehirnaktivität gut klappt, wurde zwischen Elektrode und Kopf ein Gel aufgetragen um Leitung zu fördern. Die Kappe hat sie nach einer Weile akzeptiert und nicht mehr vom Kopf gezogen. Es hat eine ganze Weile gedauert das Gel aufzutragen, sodass Little One etwas unruhig wurde. Der Test selbst war dann aber nach 20 Minuten Musik lauschen gegessen. Währenddessen wurde sie mit Seifenblasen und anderen tollen Dingen bespielt. Den Rest hat ihr Gehirn erledigt.

Die verantwortliche Doktorandin hat Little One für ihre Bereitschaft gelobt und ich fand es klasse, dass dieser Test auch an einem Sonntag Morgen kein Problem war. Die zweite fleißige Studentin im Team war meine Schwester, Little Ones Tante, die uns zu dem Ganzen angestiftet hat. Wir hoffen, dass wir mit unserer Teilnahme die Welt ein kleines bisschen besser machen konnten.

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Eltern allein zu Haus

Dieses Wochenende war es so weit; fast zwei Wochen nach Little Ones erstem Geburtstag hat sie zum ersten Mal alleine bei Oma und Opa übernachtet. Am Freitag hat Papa sie die anderthalb Stunden hin gefahren und morgen, am Sonntag, hole ich sie wieder ab. Es war gut, dass Papa sie hingebracht hat, da ich sie sicher nicht los gelassen hätte 😉

Freitag Abend war es dann ganz ungewohnt nicht leise durch die Wohnung tippeln zu müssen, da das Kind schläft.

Für unser Wochenende als nicht-Eltern haben wir uns die folgenden Dinge vorgenommen:

  1. Lange wach bleiben
  2. Lange schlafen am Morgen
  3. Ganz spontan weg gehen um was auch immer zu tun
  4. Einen längeren Ausflug am Samstag

1 und 2 waren bisher nicht so erfolgreich. Freitag waren wir vor Mitternacht im Bett und am Samstag war dann nach 8 Uhr auch nicht mehr so viel mit Schlafen. Da wir sonst um 7 Uhr aufstehen, kann man 2 vielleicht doch als Erfolg verbuchen 😉

3 wurde definitiv erfüllt. Wir haben ganz spontan zwei Geocaches in der Umgebung gefunden.

4 war ebenso ein Erfolg. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es zur Gedenkstätte Sachsenhausen für etwas Kultur um danach in einem alten Ferienlager einen Lost Place zu besuchen. Es ging tief hinab in die Unterwelt, in die sehr sehr dunkle Unterwelt. Es war gruselig und hat für einen tollen Adrenalinkick gesorgt. Wir hatten einen tollen Tagesausflug, den wir mit Little One nie hätten machen können.

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Und was hat Little One so gemacht? Sie war auf dem Spielplatz, ist viel mit Oma und Opa herum gelaufen und hat viel Spaß. Es läuft super und besser als sich die etwas verunsicherte Mama (ich) hätte vorstellen können.

An Punkt Nummer 1 werden wir heute Abend noch einmal arbeiten. Dann ist unsere Liste abgehakt und wir freuen uns Little One morgen Nachmittag wieder bei uns zu haben.